FAQ

Integrationsagenda Kanton Zürich (IAZH)

Wie werde ich laufend über die IAZH informiert?

Auf der Webseite der Fachstelle finden Sie unter der Rubrik Integrationsagenda laufend aktualisierte Informationen zur IAZH.

Hauptkommunikationskanal der Fachstelle Integration zur IAZH wird bis Ende 2020 ein Newsletter sein, welcher regelmässig versendet und auf der Webseite veröffentlicht wird. Hier können Sie sich für den Newsletter anmelden.

Mehr Informationen zur Kommunikation zur IAZH finden Sie hier.

Seit 1. Mai 2019 beträgt die erhöhte Integrationspauschale des Bundes an die Kantone 18'000 Franken pro Entscheid. Bedeutet das nun, dass jede Gemeinde 18'000 Franken pro vorläufig aufgenommene Person und Flüchtling erhält?

Nein, das Geld wird insgesamt von der kantonalen Fachstelle Integration verwaltet. Der Regierungsrat hat im Konzept folgende geplante Mittelverwendung festgelegt (Integrationsagenda Kanton Zürich, S. 57):

Ein erheblicher Teil der Gelder wird auf die Gemeinden verteilt (kommunale Kostendächer). Der restliche Anteil wird insbesondere für folgende Bereiche eingesetzt:

  • Stärkung der Integrationsförderung in den kantonalen Asyl- und Flüchtlingsstrukturen (Erstinformation und Integrationscoaching)
  • Förderung der sozialen Integration und des Zugangs zur frühkindlichen Sprachbildung
  • Angebote und Projekte für Personen mit psychischen Belastungen

Welche Angebote stehen den fallführenden Stellen im Übergangsjahr 2020 zur Verfügung?

Im Übergangsjahr 2020 können die fallführenden Stellen vorläufig aufgenommene Personen und Flüchtlinge dem Grundangebot (Triagestelle, Basiskurs Deutsch und Integration sowie Integrationsbegleitung) zuweisen. Ergänzend können einzelfallfinanzierte Angebotsplätze in den Bereichen Alphabetisierung, semi-intensive Deutschkurse, Bildungsangebote und praktische Qualifizierung genutzt werden. Bei einzelfallfinanzierten Angebotsplätzen werden 70 Prozent der effektiven Angebotskosten über die Integrationspauschale (IP) finanziert.

Mehr Informationen zum IP-System im Jahr 2020 finden Sie hier.

Welche Förderangebote stehen Asylsuchenden zur Verfügung?

Mit der Integrationsagenda erfolgt ein Impuls für die Integrationsförderung von Asylsuchenden (Ausweis N). Da sich eine frühzeitige Integrationsförderung nachweislich positiv auf die berufliche Integration auswirkt, können die fallführenden Stellen im Kanton Zürich seit dem 1. Mai 2019 auch Asylsuchende den Sprachfördermassnahmen des IP-Systems zuweisen. Dieser neue Zugang für Asylsuchende soll die bestehenden Strukturen und Angebote in den Gemeinden ergänzen. Für die Jahre 2019 und 2020 wird die Sprachförderung von Asylsuchenden über kantonale Mittel und nicht über die Integrationspauschale finanziert. Ab 2021 haben die fallführenden Stellen die Möglichkeit, Asylsuchende den akkreditierten Sprachförderangeboten (im Rahmen ihres Kostendachs) zuzuweisen.

Ich würde mein Angebot gerne akkreditieren lassen. Was sind die Kriterien für die Akkreditierung? Wie muss ich vorgehen?

Die Unterlagen für die Gesuchseingabe (inkl. Kriterien) werden voraussichtlich im März 2020 publiziert. Die geplanten Angebotsarten sowie mehr Informationen zur Akkreditierung finden Sie hier.

Ab wann können akkreditierte Angebote genutzt werden? Wie muss ich als fallführende Stelle vorgehen, um solche Angebote zu nutzen?

Die fallführenden Stellen (FFST) der kantonalen Asyl- und Flüchtlingsstrukturen sowie der Gemeinden können ab 1. Januar 2021 akkreditierte Angebote im Rahmen des Kostendachs pro FFST nutzen. Die FFST weisen vorläufig aufgenommene Personen und Flüchtlinge auf Basis einer Potenzialabklärung und Integrationsplanung direkt geeigneten und akkreditierten Integrationsangeboten zu und gelten die Anbietenden ab. Die FFST erstellen ein Reporting zum Berichtsjahr zuhanden der Fachstelle Integration. Die Fachstelle überprüft das Reporting der FFST im Folgejahr und vergütet den FFST die effektiven Kosten für die Nutzung der akkreditierten Angebote im Berichtsjahr (bis zur maximalen Höhe des Kostendachs pro FFST).

Mehr Informationen zur Akkreditierung finden Sie hier.

Wie hoch ist das Kostendach meiner Gemeinde?

Die Kostendächer der Gemeinden für das Jahr 2021 werden voraussichtlich im April 2020 kommuniziert. Sie werden anhand eines transparenten Verteilschlüssels berechnet, der sich am proportionalen Anteil an Asylsuchenden, vorläufig aufgenommenen Personen und Flüchtlinge pro Gemeinde orientiert.