Coronavirus: Öffentliches Leben

29.05.2020 - Mitteilung

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Der Bundesrat hat am 16. April 2020 entschieden, die Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus ab dem 27. April 2020 schrittweise zu lockern. In drei Etappen bis Anfang Juni 2020 ist geplant, den Zugang zu medizinischen Behandlungen in Spitälern und Arztpraxen, Läden, Schulen und gewisse Freizeitangebote wieder zu öffnen.

An seiner Sitzung vom 27. Mai 2020 hat der Bundesrat die Lockerungsmassnahmen der dritten Etappe entschieden: Ab dem 6. Juni 2020 werden die Massnahmen zur Bekämpfung des neuen Coronavirus aufgrund der positiven epidemiologischen Entwicklung weitgehend gelockert.

Der Bundesrat hat zudem entschieden, die ausserordentliche Lage gemäss Epidemiengesetz auf den 19. Juni 2020 zu beenden.

Die etappenweise Lockerungen können nur erfolgen, wenn COVID-19-Fälle nicht deutlich ansteigen. Aus diesem Grund wird der Bundesrat laufend informieren und je nach Entwicklung der Epidemie weiter entscheiden.

Schutz der Bevölkerung - weiterhin erste Priorität

Der Schutz der Bevölkderung, insbesondere der besonders gefährdeten Personen, hat weiterhin erste Priorität.

Die Massnahmen zum Abstandhalten und zur Hygiene sind nach wie vor gültig und wichtig:

  • Halten Sie Abstand (minimum 2 Meter)
  • Waschen Sie Ihre Hände regelmässig gründlich mit Seife
  • Husten und niesen Sie in ein Taschentuch oder in Ihre Armbeuge
  • Vermeiden Sie Händeschütteln, Umarmungen und Begrüssungsküsse
  • Versuchen Sie, Nase, Mund und Augen besser nicht zu berühren
  • Wenn Abstandhalten nicht möglich ist, ist das Tragen einer Maske empfohlen. Beachten Sie dazu den Flyer: Wie Sie eine Hygiene-Maske richtig nutzen

Damit der Schutz der Kundschaft und der Arbeitnehmenden sichergestellt werden kann, müssen teilweise weitere Vorschriften befolgt werden. Je nach Branche kann das eine Empfehlung oder Pflicht zum Maskentragen beinhalten.

Spontane Ansammlungen von bis zu 30 Personen im öffentlichen Raum ab 30.5.2020 wieder erlaubt

Bund und Kanton lockern das Versammlungsverbot:

Die Obergrenze für spontane Treffen im öffentlichen Raum  liegt seit 30. Mai 2020 bei max. 30 Personen.

Ab dem 6. Juni 2020 sind dann auch private Veranstaltungen (Grillpartys etc.) mit mehr als 5 Personen erlaubt.

Lockerung der Massnahmen im Überblick: vom 11. Mai bis 5. Juni 2020 (Etappe 2)

(Stand 11.05.2020)

Gerne informieren wir Sie darüber, dass wir in Zusammenarbeit mit der AOZ eine Übersicht über den Lockerungsplan in 14 Sprachen erstellt haben.

Hier finden Sie die Übersicht zum Herunterladen in mehreren Sprachen.

Lockerung der Massnahmen im Überblick: gültig ab 6. Juni 2020 (Etappe 3)

(Stand: 29..5.2020)

In Zusammenarbeit mit der AOZ haben wir einen Flyer über die Lockerungen der Massnahmen in 14 Sprachen erstellt.

Hier finden Sie die Flyer zum Herunterladen in mehreren Sprachen.

Schrittweise Lockerungen in drei Etappen:

Dritte Etappe aus dem Lockdown ab 6. Juni 2020

Ab 6. Juni ist Folgendes wieder erlaubt:

  • Mittel-, Berufs- und Hochschulen (Sekundarstufe II, Tertiärstufe und Weiterbildung) dürfen den Präsenzunterricht wieder aufnehmen. Somit finden auch Präsenzveranstaltungen wie Deutschkurse und Integrationsangebote wieder statt
  • Private und öffentliche Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen können wieder durchgeführt werden (z.B. Familienanlässe, Messen, Konzerte, Theatervorstellungen, Filmvorführungen etc.)
  • Alle Freizeitbetriebe und touristischen Angebote können wieder öffnen (z.B. Bergbahnen, Campingplätze, Casinos, Freitzeitparks, Zoos, botanische Gärten, Schwimmbäder und Wellnessanlagen)
  • In Restaurants wird die Beschränkung der Gruppengrösse auf vier Personen aufgehoben. Die Betriebe sollen aber die Nachverfolgung von Kontakten sicherstellen. Bei Gruppen von mehr als vier Personen sind sie verpflichtet, die Kontaktdaten eines Gastes pro Tisch aufzunehmen
  • Ältere Menschen dürfen am öffentlichen Leben wieder teilnehmen und sich im öffentlichen Raum bewegen. Grosseltern dürfen wieder ihre Enkelkinder hüten
  • Religiöse Veranstaltungen können bereits ab 28. Mai 2020 unter Schutzmassnahmen durchgeführt werden
  • Die Grenzen mit Deutschland, Österreich und Frankreich werden per 15. Juni 2020 wieder geöffnet

Der Bundesrat entscheidet am 24. Juni 2020, ob Veranstaltungen mit bis zu 1000 Personen wieder möglich sind.

Grossveranstaltungen ab 1000 Personen bleiben bis Ende August 2020 verboten.

Zweite Etappe aus dem Lockdown ab 11. Mai 2020

Seit dem 11. Mai ist Folgendes wieder erlaubt:

  • Die obligatorische Schulen (Kindergarten, Pirmar- und Sekundarschule) nehmen den Präsenzunterricht wieder auf
  • Für die Maturitätsprüfungen können dieses Jahr die Erfahrungsnoten im Zeugnis stehen. Die Kantone entscheiden über schriftliche Prüfungen für die gymnasiale Maturität
  • Detailhandel und Märkte dürfen öffnen
  • Restaurants dürfen Gäste empfangen
  • Museen und Bibliotheken dürfen wieder öffnen
  • Im Breiten- und Spitzensport sind Trainings wieder erlaubt
  • Das Fahrplanangebot im öffentlichen Verkehr wird deutlich erhöht.

Die Schutzmassnahmen müssen weiterhin befolgt werden.

Parallel zu diesen Öffnungsschritten werden die Einreisebeschränkungen gelockert.

Zudem soll in allen Kantonen die flächendeckende Rückverfolgung von Neuinfektionen wieder aufgenommen werden.

Grossveransaltungen ab 1000 Personen sind bis Ende August 2020 verboten.

Erste Etappe aus dem Lockdown ab 27. April 2020

Seit dem 27. April 2020 ist Folgendes wieder erlaubt:

  • Spitäler dürfen wieder alle Eingriffe vornehmen. Auch ambulante medizinische Praxen können ihren normalen Betrieb aufnehmen - das heisst, sämtliche Behandlungen und Operationen sind wieder möglich. Dies gilt auch für Praxen der Zahnmedizin, Physiotherapie und der medizinischen Massage
  • Coiffeuse und Coiffeure, Kosmetik- und Massagesalons sowie Tattoo-Studios können wieder öffnen
  • Bau- und Gartenfachmärkte sowie Gärtnereien und Blumenläden dürfen ihre Läden ebenfalls wieder öffnen.
  • Beerdigungen im grösseren Familien- und Freundeskreis sind wieder erlaubt

Wichtig ist, dass alle Schutzmassnahmen weiterhin befolgt werden.

 

Lockerung des Besuchsverbotes in Alters- und Pflegeheimen

In den Zürcher Alters- und Pflegeheimen wurde das Besuchsverbot am 30. April 2020 gelockert. Die Hygiene- und Distanzvorschriften müssen aber weiterhin eingehalten werden. Die Heime können speziell ausgewiesene Besucherzonen einrichten. Angehörige und Freunde können somit die Bewohnerinnen und Bewohner in diesen Institutionen wieder besuchen.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Pärke und Plätze teilweise wieder offen - Seeuferpromenade weiterhin gesperrt

In der Stadt Zürich sind teilweise Plätze und Pärke wieder offen. Bis 5. Juni 2020 bleiben weiterhin gesperrt:  

  • Seeuferanlage inklusive Utoquai
  • Blatterwiese
  • Oberer Letten

Öffentliches Verkehrsangebot ZVV: Rückkehr zum regulären Angebot

Das öffentliche Verkehrsangebot im Grossraum Zürich wurde aufgrund der ausserordentlichen Lage reduziert.

Seit dem 11. Mai 2020 gilt wieder mehrheitlich der reguläre Fahrplan.

Den Fahrgästen werden bei der Benutzung des öffentlichen Verkehrs folgende Schutzmassnahmen empfohlen:

  • Dringend empfohlen: Hygienemasken tragen, wenn der Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann
  • Penlerzeiten morgens und abends umgehen und schwächer frequentierte Verbindungen nutzen
  • Auch beim Ein- und Aussteigen auf Abstand achten.
  • Sich an Haltestellen und in Fahrzeugen so gut wie möglich verteilen
  • Besonders gefährdete Personen sollen die öffentlichen Verkehrsmittel nach wie vor möglichst meiden
  • Lösen Sie die Tickets elektronisch im Ticketshop oder in der ZVV-Ticket-App

 

Präsenzunterricht an Zürcher Schulen bis 7. Juni 2020

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. April 2020 die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an der Volksschule per 11. Mai 2020 erlaubt.

Im Kanton Zürich wird der Präsenzunterricht in den obligatorischen Schulen (Kindergarten, Primar- und Sekundarschule) bis 8. Juni 2020 wie folgt organisiert:

  • maximale Klassengrösse von 15 Kindern und Jugendlichen
  • möglichst konstante Unterrichtsgruppen
  • reduzierter Stundenplan
  • der Unterricht beschränkt sich auf die sechs obligatorischen Fachbereiche des Lehrplan 21 (Sprachen; Mathematik; Natur, Mensch und Gesellschaft; Gestalten; Musik; Sport)
  • Kein Tagesschulbetrieb und keine Regelbetreuung bis 8. Juni 2020

Detaillierte Informationen zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts erhalten Sie von den Lehrpersonen.

Zeugnisnoten: Der Bildungsrat hat aufgrund der besonderen Situation entschieden, auf Zeugnisnoten am Ende des Schuljahres zu verzichten.

Schulpflicht: Die Teilnahme am Präsenzunterricht ist ab 11. Mai 2020 obligatorisch. Leben im Haushalt besonders gefährdete Erwachsene oder Kinder, nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Schulleitung auf.

Musikunterricht: Die Musikschule Konservatorium Zürich (MKZ) nimmt den Einzel- und Gruppenunterricht mit max. 5 Personen und unter Einhaltung der geforderten Schutzmassnahmen wieder auf.

 

Erweiterete Notfallbetreuung bis zum 8. Juni 2020:

Nach wie vor gilt der Grundsatz, dass Kinder, wenn immer möglich, privat zu Hause betreut werden sollen. Können Eltern aus zwingenden beruflichen oder familiären Gründen keine private Betreuung sicherstellen, besteht für Scülerinnen und Schüler ein Anspruch auf die erweiterte Notfallbetreuung.

Mehr Informationen zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts finden Sie auf auf der Website des kantonalen Volksschulamtes.

Weitere Informationen für Schulen, Kitas und Heime finden Sie auf der Website der Bildungsdirektion.

 

Präsenzunterricht an Zürcher Schulen ab 8. Juni 2020

Die Volksschule und die Horte nehmen am 8. Juni wieder den Vollbetrieb auf. Die Mittel- und Berufsschulen dürfen den Präsenzunterricht teilweise wieder aufnehmen:

  • Normalbetrieb an der Volksschule
  • Horte nehmen Vollbetrieb wieder auf
  • Präsenzuntterricht in Gymnasien und Berufsschulen. Folgende Schutzmassnahmen sind einzuhalten: Abstandssregel von zwei Meter unter Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen
  • Halbklassenunterricht am Kurzgymi und ab der 3. Klasse des Langzeitgymnasiums. Schülerinnen und Schüler gehen alle zwei Tage in die Schule. An den anderen Tagen erhalten Sie Aufgaben (selbstorganisiertes Lernen)
  • Am Untergymnasium wird der Vollbetrieb wieder aufgenommen.
  • An Berufsschulen findet die Hälfte des Unterrichts vor Ort statt

Detaillierte Informationen finden Sie hier.

Solidarische Hilfsangebote und Beratungen

Bei persönlichen Krisen:

  • Ärztefon: 24-Stunden Notfallnummer, die auch psychiatrische Versorgung vermittelt. Telefon +41 800 33 66 55
  • dureschnufe – Plattform for psychische Gesundheit rund um das neue Coronavisum: Tipps und Angebote für die Pflege der psychischen Gesundheit. In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit BAG.

Hilfsangebote von der und für die Bevölkerung:

  • «Five up»:  Die App hilft, Freiwillige und Personen, die Unterstützung suchen, einfach zusammenzubringen.
  • Five-up-Telefon-Helpcenter: Für Personen, die keinen Zugang zur App haben. Telefon: 058 400 41 41 (Deutsch, 09.00 - 17.00 Uhr) und 058 400 41 43 (Französisch, 09.00 - 13.00 Uhr).
  • Hilf-jetzt.ch: Schweizweites Vermittlungsportal für Hilfsangebote, derzeit auf die Corona-Krise ausgerichtet.

Hilfreiche Tipps für Eltern:

  • parentu: Die App bietet Informationen und praktische Tipps für Eltern von Kindern bis 16 Jahre in 13 Sprachen. Zurzeit gibt es auch Tipps, wie man das Familienleben in der Corona-Zeit gestalten kann.
  • Für ein gesundes Familienleben: Das Amt für Jugend- und Berufsberatung hat eine Übersicht von verschiedenen Anlaufstellen und Beratungsangeboten für Familien zusammengestellt.

Muttersprachliche Hotlines für Geflüchtete:

  • AOZ Info-Hotline für Geflüchtete: Muttersprachliche Beraterinnen und Berater informieren über aktuelle gesellschaftliche Vorkehrungen in 11 Sprachen (Arabisch, Badini, Dari, Farsi, Urdu, Englisch, Französisch, Kurmanci, Türkisch, Tamil und Tigrinya)

Übersetzungshilfen

Viele Informationen und Formulare sind nur in deutscher Sprache erhältlich. Sollten Sie etwas nicht verstehen, können Ihnen folgende Online-Übersetzungstool helfen:

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